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Ahnen Koglin

Koglin in Berlin

Lost Daughter

 

Die Herkunft des Namens Koglin

Im Familiennamen-Duden[1] heißt es, der Name sei wohl aus einem polnischen Ortsnamen entstanden, etwa aus Kowalin; ein Wandel von w zu g träte im Niederdeutschen gelegentlich auf. Diese Vermutung ist in zwei Punkten falsch: Da nach bisherigem Kenntnisstand erstmalig Ende des 16. Jahrhunderts ein Bauer namens Koggelin oder Kouwelin in Drawehn bei Bublitz auftaucht, wäre es richtiger, von einem wendischen Ortsnamen zu sprechen; Kowalin aber liegt in der Ukraine und kommt nun gar nicht in Frage. Richtig scheint zu sein, daß es sich um einen sogenannten Wohnstättennamen handelt.

Familiennamen wurden im 12. Jahrhundert zunächst in den Städten des südwestlichen Deutschlands gebräuchlich. In den ländlichen Gegenden Ostdeutschlands haben sie sich spätestens im 15. Jahrhundert durchgesetzt. Bublitz erhielt 1340 Stadtrecht; gleichzeitig wurde die Umgebung besiedelt. Die Siedler kamen meistens aus Nordwesten, den schon früher besiedelten Teilen Pommerns. Vielleicht aus

Bei älteren Familienforschern war die „Hugenottentheorie“ beliebt; es galt einfach als vornehm, von Franzosen abzustammen, zumal es ein Cogolin bei St. Tropez gibt. Doch die französischen Kolonien entstehen erst ab 1697 in Stargard, Kolberg, Stolp und Löcknitz, insgesamt 11 Dörfer mit 655 Refugés.[3]

Ähnlich verhält es sich wohl auch mit der in Nordamerika verbreiteten „Schottentheorie“, wonach der Name sich von Coughlin herleitet, zumal es auch die Formen Coglin und Koglin in Groß Britannien und den USA gibt. Richtig ist, daß es eine schottische Einwanderung nach Pommern gab. Riemann[4] schreibt:

Schon um das Jahr 1546 müssen Schotten in großer Anzahl in Pommern vorhanden gewesen sein, denn in diesem Jahre ist das erste herzogliche Mandat gegen sie erlassen worden. Wir finden sie hier in der verschiedenartigsten Thätigkeit, als Männer von hohem Rufe, Gelehrte, Professoren, im Gegensatz dazu in untergeordneten dienstlichen Verhältnissen, als Gaukler und Wundermänner, vorzugsweise aber suchen sie als Händler, Krämer und Hausirer in den verschiedensten Zweigen des Handels ihren Erwerb.

Doch sie waren keine Bauern wie alle frühen Koglin!



[1] Mannheim 2000
[2] Pommersches Urkundenbuch 11.1, Nr. 257: „Herzog Barnim I bestätigt dem Johanniterorden die Besitzungen ...“, Nr. 467 und 388: „Herzog Warzilaw bestätigt dem Kloster Dargun den Besitz der Dörfer ...“
[3] G. Kratz, Bearbeiter: „Die Geschichte der Städte der Provinz Pommern“, Nachdruck 1973, Ständig oHG, Walluf bei Wiesbaden.
[4] H. Riemann: „Die Schotten in Pommern im 16. und 17 Jahrhundert und ihr Kampf mit den Zünften“

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